13.10.2014 – Computerchaos, Besucherfreude, Gefühlstrubel

Heute hat der Göttergatte Geburtstag – ja, schon wieder! – und während er die Küche reine macht, hab ich mich mal an den Computer gesetzt und zwinge mich zum Bloggen. Ich soll und will ja mehr Tagebuch führen. Womit ich eigentlich schon vor Wochen begonnen haben wollte, aber ich bin einfach zu faul, um auch das Tägliche schriftlich festzuhalten [zusätzlich zu Twitter], nicht nur das Außergewöhnliche. Unter der Woche will ich nach der Arbeit nur noch meine Ruhe haben, essen, kuscheln, schlafen gehen; am Wochenende will ich was erleben und nicht noch zusätzlich zur 40h-Stunden-Woche auf einen Bildschirm starren. So langsam merk ich's, ich werd doch noch erwachsen… Heute ist also der 13. und meine Erzählung beginnt genau vor 10 Tagen, am 3. Der Tag der deutschen Einheit. Wie bereits berichtet, saßen wir an dem Tag nicht faul herum- vormittags besuchten wir eine Klavierfabrik, nachmittags wurde fleißig aufgeräumt und vor allem geputzt. Wir erwarteten für das Wochenende Familienbesuch aus dem fernen Osten, den wir natürlich zu beeindrucken versuchten. Aber dazu komme ich später nochmal…

Denn der Feiertag begann erstmal mit einem großen Schrecken: Das Macbook vom Göttergatten ging nicht mehr an. Er hatte es in der Nacht beim Schlafen runtergeworfen und nun blieb der Bildschirm schwarz und der Computer selber rödelte mühsam vor sich hin. Ist ja nicht so, als würde er das Teil zum Arbeiten brauchen… Oder dass es noch nicht mal ein Jahr alt war… Aber da sich der Mann selber schon genug darüber ärgerte, versuchte ich ihm gut zuzusprechen und dass man eh erst am nächsten Werktag was machen könnte. Der einzige Haken an der Sache: Das Macbook wurde im Cyberport in Leipzig gekauft, wir saßen in Düsseldorf. Immerhin gibt es Cyberport auch in NRW: In Köln und Essen! Yay… Beides gleich doof zu erreichen für uns. Noch dazu, weil wir ja wie oben erwähnt, Besuch erwarteten, der gegen Mittag bei uns eintrudeln wollte. Also standen wir Samstag viel zu früh auf, um schnellstmöglich bei Ladenöffnung in Essen anzukommen, um schnellstmöglich das Macbook versorgen zu können, um schnellstmöglich wieder nach Düsseldorf zu düsen, um schnellstmöglich vor den Gästen an der Wohnung zu sein. Stress? Iwo! :D

Frühstück in der Bahn
Frühstück gab es dann in der Bahn
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Türöffner-Tag mit der Maus

Was für andere der Tatort am Sonntag Abend ist, ist für uns die Sendung mit der Maus am Sonntag Vormittag: Punkt 11:30 Uhr schalten wir den Fernseher ein, wenn es wieder heißt: "Lach- und Sachgeschichten mit der Maus und dem Elefanten". Dabei wurde in den letzten Wochen immer wieder für ein Specialeventveranstaltungssonderpgrogramm geworben: Der Türöffner-Tag. Jedes Jahr aufs Neue öffnet die Maus Türen von Unternehmen, in der sich die Kinder vor Ort ansehen können, wie verschiedene Prozesse ablaufen. Für uns als große Kinder ist das genauso spannend und so ergab es sich, dass wir uns für die Tür bei einem Klavierbauer anmeldeten, und zwar im C. Bechstein Centrum. Ich hab vor 16 Jahren mit dem Klavierspielen angefangen, aber leider schnell wieder aufgehört, da es damals zu sehr um Leistung ging, als um meine Freude daran. Seit einiger Zeit jedoch hätt ich wieder richtig Lust darauf und da passt ein Besuch in einem Klavierladen doch perfekt!

Sendung mit der Maus - Türöffner-Tag 2014
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Picture my day #16

Der Blogfeed füllt sich mit einer Schwemme immer gleich lautender Titel? Das kann nur eines bedeuten: Es fand wieder der "Picture my day" statt! Bei dieser Aktion hab ich bisher nur einmal mitgemacht, sie meistens aus Faulheit ignoriert, manchmal schlicht vergessen und einmal aufgrund der Umstände gänzlich verworfen. Auch dieses Mal hatte ich eigentlich nicht geplant, mitzumachen, gerade weil es an einem Werktag stattfand. Aber da die UnkenRufe nach Bildern/Erzählungen aus meinem Alltag immer lauter wurden und auch die Schwiemu immer wieder nach unserem Tagesablauf fragt, ergibt sich nun ein intimer Einblick in meinen nervenzerreißendes Leben zwischen Aufstehen, Arbeiten und Schlafen gehen.

Picture my day 16

Offiziell ging der pmd-Tag um 0 Uhr los. Ich halte das für Blödsinn, der Tag beginnt erst NACH dem Aufstehen! :D Deswegen beginnt mein Tag also erst mit dem Weckerklingeln, und das wie immer viel zu früh. Nach ein paar Streicheleiheiten für die Katze konnte ich auch endlich aufstehen.
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Erwartungen

Ich möchte gerne mehr bloggen. Klar. Ich denke, ich könnte auch über einiges schreiben. Momentan passiert viel in meinem Leben, aber auch den Alltag kann man manchmal in schöne Worte packen. Es gibt einiges, das ich zu sagen hätte. Ich mache mir über vieles Gedanken, über Gott und die Welt, wie es so schön heißt, mal mehr, mal weniger reflektiert.

Aber ich halte mich zurück. Ich schweige. Wie im Offlife traue ich mich nicht, etwas an- und auszusprechen. Und warum? Weil genau das passiert, was eigentlich jeder Blogger erreichen will: Mein Blog wird gelesen. Nicht nur von "irgendjemandem" aus dem Internet, den ich vielleicht sogar lose über Twitter kenne. Nein, es sind Freunde dabei, Familienmitglieder, Stalker und Ex-Freunde. Menschen, die mich persönlich kennen. Menschen, mit denen ich seit Jahren kein Wort mehr gewechselt habe. Menschen, die sich fragen, ob ich unter Schizophrenie leide, weil sich meine online- von meiner offline-Persönlichkeit unterscheidet.

Und sie alle haben eine Erwartungshaltung mir gegenüber. Ja, es ist schön, wenn man über den Blog mit Menschen in Kontakt treten und bleiben kann, weil man sich nicht real treffen kann. Ja, es ist schön, – gerade für mich – Menschen über mein Leben auf dem Laufenden halten zu können, ohne mit ihnen telefonieren zu müssen/mich mit ihnen treffen zu müssen [Im Büro ist Telefonieren echt kein Problem, aber privat? Jedes Mal aufs Neue aufregend!]. Ja, es ist schön, mit anderen fremde Meinungen und Erfahrungen austauschen zu können.

Aber das verschwindet alles in Anbetracht der Erwartungshaltung. Der Druck, den ich mir mache, einen guten, ordentlichen, interessanten Blog zu führen, hemmt mich. Der Druck, den ich mir mache. Nicht unbedingt andere, sondern allein ich. Mir wurde mal vorgeworfen, ich würde $Dinge nur in dem Wissen schreiben, dass sie gelesen werden. Bei Twitter blende ich das aus, da schreib ich etwas freier und erwarte selten eine direkte Antwort. Aber im Blog schreibe ich tatsächlich mit der ständigen Stimme im Hinterkopf [Ha, da wären wir wieder bei schizophren!], dass meine Beiträge gelesen werden. Ich möchte kaum jemandem von meinen Problemen erzählen; das wäre ein Eingeständnis von Schwäche. Bei mir ist immer alles prima und läuft! Natürlich ist dem in Wahrheit nicht so. Aber den einen will ich meine Probleme nicht aufdrängen, weil sie genug eigene haben. Bei anderen will ich keine Schwäche zeigen, damit sie nicht auf mich herabsehen und mich für den Verliere halten. Dritten gegenüber will ich einen guten Eindruck machen und eben nicht das nervliche Wrack raushängen lassen, das ich doch eigentlich bin. Und wieder andere geht es einfach schlicht nichts [mehr] an. Ich habe Angst vor den Reaktionen. Ich will keine Reaktionen. Und dann wieder doch. Ich will, dass mein Blog gelesen wird. Dass Leute wissen, wie es mir geht/was ich erlebe. Dass ich Kontakt halten kann, wenn auch passiv. Dass sich andere wiederfinden. Aber ich will auch nicht, dass er gelesen wird. Dass er nicht von bestimmten Personen gelesen wird. Dass nicht jeder Artikel gelesen wird.

Aber am besten wäre es, ich würde mir nicht so viele Gedanken um alles machen und das alles würde mich nicht so persönlich treffen, wie es das tatsächlich tut. Und ich würde meine eigene Erwartungshaltung nicht mit der von anderen identifizieren.

Terrakotta-Armee in Bochum

Der Titel verrät es schon ganz lapidar: In Bochum wurde die berühmte Terrakotta-Armee des ersten Kaisers von China ausgestellt und wir haben uns das Ganze mal angeschaut. Wenn es doch nur so einfach und langweilig gewesen wäre, wie das jetzt klingt..!

Terrakotta-Armee in Bochum 2014
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