Wissenslücke: Familienrecht
geschrieben am: 16. März 2012 von CutiePie in RechtsanwaltsfachangestellteDefinitiv eines meiner Lieblingsfächer in der Berufsschule ist HB4 [= materielles Recht]. Nicht nur, weil es zu meinem Beruf gehört und ich mich sowieso tagtäglich damit beschäftigen muss, nein, ich finde es richtig interessant mal zu wissen, was so alles im BGB steht, welche Rechten und Pflichten ich habe und überhaupt nützt einem das Fach auch so im Leben. Zugegeben, die Beste oder Fleißigste bin ich nicht und ich bekomme auch nicht die Topnoten, aber alles in allem mag ich das Fach. Nicht so wie die Sinnlosfächer Ethik, GK und Sport… *würg*
Inzwischen sind wir in HB4 beim Familienrecht angekommen. Angeblich ist das ja immer totaaaal spannend und auch in den Kanzleien das spannendste und überhaupt SPANNUNG!!! Schließlich geht es dabei um das wahre Leben mit viel Drama und so… Egal, gestern sind wir bei dem Unterthema "Rechtliche Verhältnisse zwischen Eltern und Kindern" angelangt. Klingt vielleicht sperrig, allerdings find ich die dazu passenden Paragraphen so unterhaltsam, dass ich sie euch nicht vorenthalten kann! Und vllt lernt ihr sogar noch was dabei! *ha*

Zuerst einmal der § 1591 BGB zur Mutterschaft: "Mutter eines Kindest ist die Frau, die es geboren hat." Eigentlich offensichtlich, oder? Nein, in Deutschland gibt es ein eigenes Gesetz, das festlegen muss, dass die Gebärende auch wirklich Mutter des Geborenen ist, weil sonst wär das ja anfechtbar… oder so XD

Zweitens der § 1600 BGB über die Anfechtungsberechtigten der Vaterschaft: "Berechtigt, die Vaterschaft anzufechten, sind: [...] 2. Der Mann, der [...] versichert, der Mutter des Kindes während der Empfängniszeit beigewohnt zu haben, [...]" Wir als Internetgeschädigte wissen sofort, was gemeint ist: Der Mann, der bei einem Dreier zusehen darf. Schließlich steht da nicht, dass dieser Beiwohnende auch "mitten drin" im Geschehen ist XD Zumindest könnte man diesen Paragraphen meiner Meinung nach auch so auslegen. Und nichts anderes ist Recht doch, reine Auslegungssache!
2 Kommentare »Nicht für die Schule lernen wir…
geschrieben am: 20. Januar 2012 von CutiePie in RechtsanwaltsfachangestellteManchmal passieren so Zufälle im Leben, die gibt’s eigentlich gar nicht. So wie gestern im Deutschunterricht: Im Moment lautet eines unserer Themen Hörspiel [unsere Lehrerin hoppt ganz gerne von einem Thema zum anderen, deshalb laufen im Moment Sachvorträge, Vorbereitung für die Vergleichsarbeit und eben Hörspiel]. Wir mussten uns basierend auf einen Artikel über Geheimhaltung ein Fazit zu diesem ausdenken, dieses aufschreiben und uns dann dazu eine Geschichte einfallen lassen, wie sie bei uns im täglichen ReFA-Leben stattfinden könnte. Klingt komisch und vor allem kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. Wir teilten uns also brav in Grüppchen auf, dachten uns die wildesten Situationen und Geschichten aus und schrieben fleißig an unseren Skripten.
Gestern ging es dann daran, diese Skripte auch auditiv umzusetzen. Bei einer Gruppe kam es allerdings zu einer kleinen Unstimmigkeit: Eine wollte nicht auf russisch fluchen [weil sie die einzige ist, die russisch sprechen kann], obwohl ihr Skript das so vorsah. Also fragte sie die anderen ihrer Gruppe, ob sie das denn nicht auf Deutsch machen könnte. Inhaltlich würde sich schließlich nichts an der Geschichte ändern… Aber nein, 2 aus ihrer Gruppe stellten sich quer, flippten regelrecht aus und rauschten aus der Klasse. Wow, was für eine tolle Gruppenarbeit..! Ein paar Minuten später fischte die Lehrerin die Russischsprecherin raus, um mit ihr alles zu bereden. Denn die zwei Damen sind doch tatsächlich zur Lehrerin petzen gegangen, um ihre Meinung durchzusetzen. Is das zu fassen? Man sollte meinen, dass man von angehenden ReFA’s eine gewisse geistige Reife erwarten kann, aber da hab ich wohl weit gefehlt. Die Lehrerin setzte also die Minderheiten-Meinung der 2 Damen durch, die Russischsprecherin ging erstmal auf’s Klo weinen [so kaltblütig muss man mal sein, jemanden zum Weinen zu bringen] und der Rest der Klasse war natürlich extrem angepisst von den beiden.
Eigentlich hätten wir uns gar nichts zum Thema Geheimhaltung, Macht und Demokratie ausdenken müssen- diese 2 Frauen haben uns gezeigt, wie alltäglich diese Begriffe sein können und wie gut sich diese inszenieren lassen. Jemand aus meiner Gruppe meinte etwas scherzhaft sogar "Wollen wir improvisieren und das mal nachspielen?", weil es einfach zu perfekt gepasst hat. Wunderbar, dieser fast schon geplante Zufall.
2 Kommentare »Zwischenprüfung 2011
geschrieben am: 27. November 2011 von CutiePie in RechtsanwaltsfachangestellteLetzten Mittwoch und Donnerstag hab ich also meine Zwischenprüfungen hinter mich gebracht. Lange wurden wir darauf vorbereitet, haben unzählige Übungen gemacht und nun ist schon alles wieder vorbei. Der ganze Trubel ging so schnell rum…
Mittwoch standen für meinen Jahrgang die Prüfungen Recht, Wirtschaft & Sozialkunde und Büroorganisation Teil 1 an. Teil 2 folgte am Donnerstag Morgen.

Am meisten Angst hatte ich vor Recht, weil ich mir da teilweise echt schwer getan habe bei den Übungen, aber diesmal war es relativ einfach und alle Aufgaben ohne Schwierigkeiten lösbar. Es wurden unter anderem Schenkung, Rechtsgeschäfte, Verzug und Rechtspersönlichkeit abgefragt. Da wir heute die Lösungen durchgegangen sind, schätze ich mich auf eine 2, mit Pech ne 3, mit sehr viel Glück und sehr unwahrscheinlich ne 1.
Wirtschaft und Sozialkunde stand im krassen Gegensatz zu Recht. Wirklich alle haben sich mit den Prüfungsaufgaben schwer getan und keiner hat damit gerechnet, dass im Prinzip nur Kaufmänner und Gewerbetreibende abgefragt wurden. Ein bisschen Arbeitsteilung da, ein bisschen Firma dort, aber hauptsächlich oben genannten Blödsinn. Ich hab mir ne 5 oder sogar ne 6 ausgerechnet, weil ich mir wirklich viel aus den Fingern saugen musste und irgendwie… einfach keinen Plan hatte. Obwohl ich mir sonst nicht so schwer mit Wirtschaft tue, diese Prüfung war einfach ein vollkommenes Desaster für mich.
Büroorganisation hat’s dafür wieder rausgehauen. In beiden Teilen hab ich mich sehr sicher gefühlt und ich schätze mich auf zwei 1en. Im theoretischen Teil gab es viele Tabellen zum Ausfüllen und es wurden leichte Dinge abgefragt, wie Merkmale eines ergonomischen Stuhles, richtige oder falsche Bürogestaltung oder Fakten zur Ausbildung. Der praktische Teil beinhaltete eine 10-Minuten-Abschrift und die Gestaltung eines Briefes, nix Neues für uns. Bei der Abschrift hab ich einen neuen persönlichen Rekord für mich aufgestellt und über 3100 Anschläge geschafft, leider auch mit einem Fehler. Bei der Briefgestaltung bin ich normalerweise nicht soo gut, aber insgesamt klappte es.
Am Abend vorher und am nächsten Morgen war mir wirklich flau im Magen und ohne einen kleinen Schluck Alkohol zur Beruhigung hätte ich wirklich sehr sehr schlecht geschlafen. Nämlich gar nicht. Aber im Nachhinein muss ich gestehen, war die ganze Aufregung wirklich umsonst. Wenn ich bedenke, wie leicht die Fragen nun eigentlich waren… Klar, es hätte auch wesentlich schwieriger kommen können, aber das hat es nicht. Und ich bin um eine Erfahrung reicher.
Keine Kommentare »Bei einer heißen Tasse Kaffee
geschrieben am: 10. November 2011 von CutiePie in Quickie, Rechtsanwaltsfachangestellte% quatscht und lernt es sich bei dem trüben Herbstwetter doch gleich viel leichter! Deswegen hab ich mir heute auch endlich den tollen Kürbislatte von dem Copyshop um’s Eck geholt- und OMG, schmeckt der lecker!

Mit kostspieligen 3,50€ zwar definitiv ein Ab-und-an-mal-Luxusartikel, aber ich bin auf jeden Fall angefixt und will jetzt auch mal deren Snickers-, Mars- und Twix-Variationen probieren! *___*

Serviervorschlag "Zwischenprüfungsaufgaben"
Aber weil das Leben nicht nur aus Schlemmen besteht, hab ich zumindest für heute noch ein bisschen Arbeit vor mir. Um genau zu sein, Lernarbeit. In knapp 2 Wochen stehen schon die Zwischenprüfungen bevor und in genau 2 Wochen is der ganze Spuk auch schon wieder vorüber. Ich. Hab. Ja. So. Panik. An sich ist es gar nicht mal so viel Stoff, den ich dafür lernen muss, aber die Aufgabenstellungen sind manchmal fies und ungenau formuliert, so dass man nicht weiß, was und wie viel man schreiben soll und es ein bisschen einem Glücksspiel gleicht, die volle Punktzahl zu erreichen. Davon abgesehen kenn ich meinen inneren Schweinehund, der mich nicht so viel lernen lässt, wie ich sollte. Aber hey, was wär das Leben ohne Risiko?

Und weil ich heute in der Schule mehrmals drauf angesprochen wurde: Wie wäre es mit einem Tutorial zu diesem Nageldesign?

Es ist wirklich nur ein Klacks an Arbeit mit einem hübschen Effekt, aber vllt interessiert es ja den ein oder anderen und hier im Blog brauch ich es dann nur einmal zentral erklären ^-^
7 Kommentare »1 Jahr Ausbildung: Praxis
geschrieben am: 11. September 2011 von CutiePie in RechtsanwaltsfachangestellteSeit dem 1. August hab ich nun auch endlich ein Jahr praktische Berufserfahrung hinter mich gebracht- und bin verblüfft, wie schnell das doch ging. Und das nicht nur, weil der Wechsel vom einen Lehrjahr ins nächste während des Urlaubes an mir vorüberzog…
Passend zum Abschluss des ersten Lehrjahres führte ich mit meiner bisherigen Ausbildenden [denn der Ausbilder lt. Vertrag ist immer der Rechtsanwalt, diejenige, die konkret die Ausbildung übernimmt, ist die ReFA] ein Abschlussgespräch. Meine Leistungen und Fehlleistungen wurden relativ objektiv diskutiert. Das verlief so weit ganz gut und brachte nichts Überraschendes heraus. Außer, dass bedenklich viel an meinem Charakter kritisiert wurde. Zwar nichts, worüber ich total deprimiert sein müsste oder weswegen ich Angst haben müsste, gekündigt zu werden… Doch es bleibt ein leicht bitterer Nachgeschmack zurück, wenn der Charakter das einzige ist, was der Arbeitgeber zu kritisieren hat. Aber nun ja, ich bin nun mal, wie ich bin und ich kann nur versuchen, noch besser zu werden. Oder so…

Meiner neuer, noch leerer Arbeitsplatz in der neuen Abteilung
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